KUND*IN
Städtische Museen Heilbronn
-
– Konzeption
– Raumgestaltung
– Design
– Illustration
– Umsetzung -
Heilbronn, 2026
Archäologie soll öde sein?
Von wegen!
Mit einer neuen Ausstellung in den Städtischen Museen Heilbronn zeigen wir, wie faszinierend Archäologie sein kann – und machen moderne Forschungsmethoden auf anschauliche Weise erlebbar.
Denn – Archäologie ist spannend!
Wie kam es dazu? Im Gebiet „Steinäcker“ unweit des IPAI CAMPUS in Heilbronn wurden bei Grabungen spannende Relikte aus unterschiedlichen Epochen freigelegt, die nun erforscht werden.
Anhand dieser Funde nimmt die Ausstellung die Besucher:innen mit auf die Reise durch die Fragestellung: Wie kommt ein Fund überhaupt ins Museum? Welche Schritte liegen zwischen Ausgrabung und Vitrine?
Die Szenografie bringt ein Stück Abenteuer ins Museum – mit einer Ausstattung, die direkt von einem archäologischen Grabungsfeld stammen könnte.
Grabungsquadrate mit vertiefenden Informationsebenen in Bodennähe sowie Thementische aus gelb lasierten Leimholzplatten führen die Besucher:innen in die vier zentralen Themenbereiche der Ausstellung ein:
1. Erkennen & Sichern
2. Ausgraben & Inventarisieren
3. Restaurieren & Forschen
4. Ausstellen & Vermitteln
Ein raumhohes Schutzgerüst überspannt die vier Themeninseln und schafft eine visuelle Klammer. Gleichzeitig prägt es den charakteristischen Grabungsfeld-Charakter der Ausstellung.
An verschiedenen interaktiven Mitmachstationen werden die Methoden der Archäologie unmittelbar erfahrbar. So können Besucher:innen beispielsweise die Scherben eines Tongefäßes wie ein Puzzle wieder zusammensetzen und dabei nachvollziehen, wie viel Geduld, Präzision und wissenschaftliche Arbeit hinter der Rekonstruktion archäologischer Funde steckt.
Anschauliche Illustrationen begleiten den roten Faden der Ausstellung und helfen, zu verstehen.
Zukunftstechnologie macht Lebenswelten der Vergangenheit erlebbar.
So entsteht aus komplexem Material eine zugängliche Erzählung. Man versteht, wie aus kleinsten Spuren konkrete Erkenntnisse über vergangene Gesellschaften gewonnen werden.
Besonders im Fokus:
Ein außergewöhnlich gut erhaltener Kopf einer römischen Merkurstatue.
Der Merkurkopf steht exemplarisch für die überraschenden Funde, die bei einer Grabung zutage kommen können.
Gemeinsam mit den Städtischen Museen Heilbronn und der IPAI Foundation entstand so ein Ausstellungsformat, das Wissenschaft nicht nur dokumentiert, sondern räumlich und inhaltlich erlebbar macht – zwischen Fundstück und Zukunftsvision.
C4 Berlin verantwortete die Konzeption, Raumgestaltung, das visuelle Design sowie die Illustrationen der Ausstellung und deren Umsetzung bis zur finalen Realisierung. Ergänzend dazu entwickelten wir das Key Visual und die Printmaterialien.
Eine klare Dramaturgie, reduzierte Gestaltung und anschauliche Illustrationen führen Besucher:innen intuitiv durch die Ausstellung und machen komplexe wissenschaftliche Inhalte zugänglich
Parallel dazu konzipierte und realisierte C4 Berlin eine ergänzende Ausstellung in den IPAI Spaces.
Dort wird gezeigt, wie Künstliche Intelligenz Archäologie schon heute unterstützt: Im Vergleichen historischer Fundzeichnungen, in der Analyse von Keramik oder beim Erkennen illegalen Raubguts. Ein besonderes Highlight: Hier wird Merkur durch KI zum Leben erweckt und verwickelt die Besucher:innen in Gespräche.
Von wegen öde!
Images © Nico Kurth, C4 Berlin